Gaymanns Visionen

Gaymanns Visionen

Meine Tochter hat sich mit ihrer Familie in den Ferien nach Italien getraut. Sie staunen über leergefegte Prachtstraßen und Plätze und genießen die einsamen Strände. Endlich kommen sie nach den turbulenten Wochen einmal richtig zur Ruhe.

Wenn die Museen beinahe leer sind und keine Touristenmassen im Eiltempo durch all die herrlichen Räume geschleust werden, kommen endlich auch die Kleinsten auf ihre Kosten.

Dann muss man freilich auch mit den Konsequenzen leben.

Der Grad der Erholung hängt doch in großem Maße von der Wahl der richtigen Unterkunft ab.

Ach, wenn die Kinder erst etwas älter sind, wird vieles wieder leichter. Ganz bestimmt.

Gaymanns Visionen

Es hat auch sein Gutes, wenn es dieses Jahr einmal nicht ans Meer geht. Was hatte man ab Ostern immer für einen Stress, um am Strand auch ja eine bella figura zu machen. 

Am besten auch schon einmal leicht vorbräunen, um nicht peinlich als kaasweißer Kümmerling bei all dem schönen Strandvolk aufzutauchen.

Gut, manche haben das mit der bella figura immer schon bewundernswert locker gesehen.

Rundungen haben ja durchaus auch etwas direkt Sinnliches.

Und was hilft der ganze Stress, wenn am Ende doch wieder alles so ist wie vorher.

Da bleibe ich doch lieber daheim und kümmere mich um meinen Garten.

Gaymanns Visionen

Diesen Sommer bleiben wir daheim. Nach dem ersten reflexartigen Ausreiseimpuls beim Öffnen der Grenzen kam die Besinnung auf das Gute, das doch so nah liegt. Zumal hier in Bayern. Wo ich ja jetzt wohne und wider Erwarten voll integriert bin.

Einmal im Leben ins Schloss Neuschwanstein ohne Touristen aus Übersee! Nichts wie hin!

Die Führungen waren trotzdem alle ausgebucht.
Aber Bayern hat ja noch andere Sehenswürdigkeiten und Museen mit Weltruf zu bieten.

Und überraschende Streetart selbst im hintersten Winkel. Da ist für jeden was dabei.

An den Seen geht´s jetzt natürlich ganz schön zu, weil außer uns noch ein paar andere daheim bleiben.

Aber es gibt zum Glück ja noch die Berge!

Und in jeder Richtung Gemütlichkeit. Home sweet home.

Gaymanns Virus-Visionen – Phase 10

Es ist doch verblüffend, was ein einzelner Kondensstreifen am leergeputzten Himmel in einem auslösen kann. So sehr hatte ich mich offenbar schon an das freie, weite Weiss-Blau gewöhnt. Aber schwupps ist es wieder da. Mächtig und ziehend: Das Fernweh! In den Pfingstferien hat auch uns nichts mehr halten können. Zuhause gibt es auch einfach nichts mehr zu tun.

Und langsam aber sicher werden die wertvollen Ressourcen knapp.

Der virtuelle Ersatz, den es inzwischen ja für alles Mögliche gibt, holt mich nicht mehr hinterm Ofen vor. 

Da muss schon das Original her, wie es perlt, duftet und korkt.

Beim ersten Versuch hat es nicht geklappt.

Aber es gibt ja noch den Schwarzwald. Auf in die feindliche Welt!

Gaymanns Virus-Visionen – Phase 3

Es ist diese Jahreszeit, in der ich es in den Knochen spüre: Geh hinaus! Erobere die Welt! Entdecke fremde Länder! Schmecke exotische Speisen! Erforsche das Unbekannte! Marc O’Polo! Alexander von Humboldt! Oder halt Neckermann! Doch das überbordende Fernweh stößt auf die bittere Realität.

Und wenn es mir gelänge den wachsamen Nachbarn zu täuschen? Der Osterferienstau auf den Autobahnen Richtung Brenner ohne mich… undenkbar.

Aber nein, die Leute – so auch ich – sind ja alle vernünftig und bleiben zuhause. 

Naja, fast alle. 
Aber wir holen das nach! Die Deutschen sind schließlich Reiseweltmeister und wissen, wie Genuss geht. Doppelt, dreifach und mit Schlagsahne obendrauf.

Bis dahin bleibe ich eben zuhause. Geht doch.

Einmal Steinmetz sein…

Gestern Abend war ich bei den Steinmetzen des Freiburger Münsters und habe eine private Führung durch die Säle mit Gipsabdrücken und ausgedienten Figuren bekommen. Jede Figur, die ausgetauscht wird, wird von Hand neu aus dem Stein gehauen. Bin beeindruckt. 

Auslöser für diesen spannenden Besuch ist ein Auftrag des Münsterbauvereins. Ich soll ein Weinetikett für eine exklusive Wein-Edition entwerfen.

Ich habe ja mal vor Jahren einen Wasserspeier für das Münster entworfen – leider abgelehnt.

Weinetikett Peter Gaymann

Bella Sicilia

Zum ersten Mal Sizilien seit 1975. Palermo großartig und zu empfehlen. Schöne Motive an jeder Ecke. Auf unserer schönen Rundtour über die Insel sind viele Reiseskizzen entstanden. Die Gebäude, die Menschen, die überbordende Vegetation und dann wieder die total karge, fast apokalyptische Vulkanlandschaft rund um den Ätna. Den sahen wir nachts auch glühen… und da kam auch was raus… 

Nach so einem Sommerurlaub soll der Herbst nur kommen.

…und noch mal Umbrien.


In diesen Räumen könnte im nächsten Jahr eine Ausstellungen mit meinen Reisskizzen und Objekten stattfinden. Die Bürgermeisterin von Scheggino stellt mir die Räume zur Verfügung.
Jetzt schau mehr mal, ob wir das hinkriegen.


Saluti di Umbria

Zwei Wochen dolce vita in bella Italia gehen zu Ende. Unser umbrisches Domizil liegt in den Bergen zwischen Spoleto und Norcia. Beim Wandern finden wir hin und wieder interessante Dinge, die unbedingt im Rucksack mit nach Hause geschleppt werden müssen. 
Manchmal stehen diese Dinge dann ein, zwei Jahre auf dem Kaminsims ehe sich die richtige Idee einfindet, daraus ein kleines Kunstobjekt zu machen. 
Hier ein paar Mitbringsel.
 
 


>